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Projektbuch

    Referenzliste

Nachhaltige Generalsanierung
Zu- und Umbau Studentenwohnhaus
Hafnerriegel Graz


Das 18 Stöcke umfassende Studentenwohnhaus Graz Hafnerriegel wird einer Generalsanierung unterzogen. Das Gebäude wurde 1960 errichtet und 1990 einer ersten Sanierung unterzogen. Die Bruttogrundfläche des Bestands beträgt etwa 8.200 m². Nach Abschluss der Arbeiten soll sich die Bruttogrundfläche auf etwa 11.600 m² belaufen und das Gebäude auf 20 Stockwerke erhöht werden.

Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen vorgesehen:
  • Die gesamten nicht tragenden Innenwände, Gebäudetechnik- installationen, die Anlagenteile, die Fassade sowie die Aluminiumfenster werden abgebrochen

  • Die Kellergeschosse sowie die Geschosse vom Erdgeschoss bis zum 5. Obergeschoss werden erweitert.

  • Die Geschosse vom 6. Obergeschoss bis zum 18. Obergeschoss werden entkernt.
  • Es werden zwei neue Geschossebenen in Stahlkonstruktion (Leichtbauweise) errichtet
  • Die zwei innenliegenden bestehenden Aufzüge werden abgebrochen und durch eine neue Aufzugsanlage im bestehenden Stiegenauge sowie einer neuen Feuerwehr-Aufzugsanlage in Block B ersetzt.
Das generalsanierte Haus soll den Anforderungen eines Passiv- bzw. Niedrigenergiekonzeptes mit größtmöglicher Nachhaltigkeit entsprechen.

Für die Studentenzimmer und Wohnküchen ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung durch Luftheizung und solarer Kühlung vorgesehen. Die Solaranlage, bestehend aus 550 m² Fassadenkollektoren und 300 m² Dachkollektoren, versorgt die Fußbodenheizung im Erdgeschoss, Radiatorheizung in den drei Kellergeschossen, Luftheizung, solare Kühlung und  Warmwasserbereitung. Für den Fall, dass nicht genügend Solarenergie zur Verfügung steht, ist eine Umformeranlage mit Fernwärmeanschluss vorgesehen. Gesamtheizleistung beträgt 746 kW. Die solare Kühlung wird mit einer zentralen DEC-Anlage (Dessicant Cooling), ausgelegt für
21.000 m³/h, realisiert. Die Außenluft wird mittels Sorptionswärmerad entfeuchtet. Die Austreibung der Feuchte wird durch Solarwärme betrieben. In einer zweiten Wärmerückgewinnungs-stufe wird die Zuluft durch Nutzung der adiabaten Kühlung, mittels Kaltwasser-verdunstung in der Abluft, gekühlt. Eine weitere Kühlung erfolgt nach Bedarf durch eine kleine Wärmepumpe
(ca.16 kW).

Einsparung gegenüber Lüftungs-anlage in konventioneller Ausführung:
Fernwärme:                       44%
Strom (Kälteerzeugung):    92%

Energieverbrauch von Fernwärme
vor Sanierung      € 53.086,70/a
nach Sanierung    € 13.140,00/a
© 2012 Freudensprung Engineering GmbH