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Projektbuch

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Neubau
POSTZENTRUM GRAZ
Europaplatz 10, 8020 Graz

Die Österreichische Post AG entwickelt österreichweit eine neue Logistikstruktur um sämtliches postalisches Gut (wie z.B. Briefe, Pakete, Infomailbunde, Zeitungsbunde usw.)
zukunftsorientiert und preisbewußt sowie schneller und sicherer transportieren zu können. Aufgrund dieser Tatsache wird durch die Österreichische Post AG, Abt. Verteilzentren-Technik/ Unternehmenszentrale in Wien, in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Post AG, Regionalleitung-Logistik Steiermark in 8020 Graz ein neues Postzentrum errichtet.

Das Postzentrum Graz ist das logistische Zentrum der Steiermark und des südlichen Burgenlandes.

Die Konzeptgrundlagen und die Rahmenbedingungen basieren auf einem Österreichischen Paket - und Brieflogistikkonzept, welches die Verteilzentren im Nachtsprung laufzeitrelevant in E+1, miteinander vernetzt. Die Schlußzeiten der PÄ werden adäquat dazu angepaßt.

Das Logistikkonzept wurde weiters unter Berücksichtigung einer gemeinsamen Beförderung von Brief – und Paketpost von/zu den Postämtern sowie der Auflassung der regionalen Bahnposten und einer sinnvollen Nutzung von Schiene und Straße aufgrund des Zahlenmaterials 1998 erstellt.
Mit der Inbetriebnahme des „Postzentrums Graz“ wird eine weitere und wesentliche Steigerung im Automatisierungsgrad der Logistik erreicht werden.

Im „PZG“ selbst wird ein einheitlicher und überschaubarer Materialfluß, eine Minimierung der Bearbeitungsschritte und
eine rationelle Gliederung der Bearbeitungsbereiche erreicht.

Die Zuführung und Ableitung der Briefsendungen erfolgt in neu konzipierten
Behältern, in denen die Sendungen nach Formaten und Produkten getrennt transportiert werden. Diese werden mit Behälterwagen, die auf das neue Behältersystem zugeschnitten wurden, oder in Kombination mit Paketen auf Rollbehälter befördert.
Die im PZG ankommenden Behälter werden entladen und über die Kommissionieranlage (Paketverteilanlage) über Förderanlagen den Bearbeitungsbereichen zugeführt.

In den Bearbeitungsbereichen erfolgt die Sortierung.

Die zielgerichtete Abführung der Behälter von den Bearbeitungsbereichen zu den Bereitstellungsflächen für die Kursfahrzeuge erfolgt über Förderanlagen auf die Kommissionieranlage (Paketverteilanlage).

Um nun diesen vorbeschriebenen Automatisierungsgrad zu erreichen, wurden im hochbaulich adaptierten Zentrum 8000 Graz, Europaplatz 10 nachfolgend im Kurzüberblick
dargestellten Förderanlagen errichtet.

Vom KG ins EG

Eine Paketrollbehälterhebeanlage, geeignet zum Transport von zwei Paketrollbehältern mit einer Tragkraft von 2000 kg und einer Beförderungskapazität von 240 Stk. Rollbehältern pro Stunde.

EG

Eine Paketverteilanlage mit einer Gesamtlänge von ca. 295 m besteht aus einem Quergurtsorter mit 366 Carriern, die einzelnen Carrierabmessungen betragen ca. 800 mm Breite x 600 mm Länge. Der Sorter fährt mit einer variabel einstellbaren, den Betriebserfordernissen angepaßten Geschwindigkeit von mindestens 0,25 m/sec bis maximal 2,5 m/sec, hat eine Förderleistung von mindestens 10.000 Stück real pro Stunde und ist ausgelegt für den Transport von Gütern bis 31,5 kg. Die Kommissionieranlage ist geeignet, das gesamte postalische Fördergut zu transportieren.

Die Kommissionieranlage, inkl. den Aufgabestationen, den Ausschleusungen und den Einschleusungen ist in der Halle im EG situiert.

Es gibt:
  • 3 Doppelaufgabestationen im südli-chen Bereich
  • 2 Doppelaufgabestationen im nördli-chen Bereich
  • 4 Einfachaufgabestationen mit Spiral-wendelförderern für WAB-Beladung
  • 1 Einschleusung für Briefbehälter
  • 27 Ausschleusungen für Pakete u. Briefbehälter
  • 4 Ausschleusungen für WAB-Beladung
  • 2 Ausschleusungen für Briefbehälter

Vom EG ins OG

In einem Schacht an der Decke EG befin-den sich zwei Spiralwendelförderer, die die Briefbehälter beider Größen einmal von der Kommissionieranlage in das 1.OG transportieren, und einmal von den Bearbeitungsbereichen im 1.OG, in das EG und über Förderstrecken auf die Kommissionieranlage transportieren.

1.OG

Die fördertechnischen Anlagen im 1.OG dienen der Zu- bzw. Abförderung von Briefbehältern der Größe 1 und 2 zu den jeweiligen Arbeitsbereichen und gliedern sich in einen südlichen und einen nördli-chen Bereich.
  • Südlicher Bereich
    Der südliche Bereich unterteilt sich in fol-gende Teilbereiche:
    • Spiralwendelförderer
    • Aufstellplatz Flatsorter
    • Verwurfstelle 1
    • Verwurfstelle 2
    • Handsortierung
    • Behälterabtransport vom Flatsorter
  • Nördlicher Bereich
    Der nördliche Bereich unterteilt sich in folgende Bereiche:
    • Behälterrundlauf
    • Behälterzuführung zu den FVM
    • Behälterzuführung zu den GVM
    • Behälteraufgabe (Abtransport)
    • Behälterabtransport von den GVM

Alle diese Bereiche sind mit den förder-technischen Anlagen, für den Zu- bzw. Abtransport von ca. 2000 Stk. Briefbehäl-tern Gr.1 bzw. 2 pro Stunde ausgestattet.
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